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Liebe Freunde des Lionsclubs Untertaunus, liebe Lions-Freundinnen und Freunde,
wir feiern heute mit einem festlichen Ball das 20-jährige Bestehen des Lions Clubs Untertaunus und ich spreche hier im Namen meiner Clubfreunde:
Wir können
eine 20-jährige Erfolgsgeschichte feiern.
Das Jahr 1989 war nicht nur ein Bedeutendes im Weltgeschehen, sondern auch im Mikrokosmos „Untertaunus“ wurde auf der weltweiten Karte
von Lions International ein weißer Fleck der großen internationalen Gemeinschaft ausgelöscht. Durch die Initiative einiger Freunde fand sich bald ein Kreis von 25 Gleichgesinnten, die im Untertaunus (West) - ein
spezieller Wunsch unserer Freunde aus Idstein - unter der Patenschaft der Lionsclubs aus dem Rheingau und aus Idstein den ersten Lions-Club im Untertaunus gründeten.
Damals – zu Zeiten wirtschaftlicher Prosperität stellte unser Festredner auf der Charterfeier, Prof. Olbert aus Würzburg die provokante
Frage, ob es zu Zeiten, wo unser Staat so ein dichtes soziales Netz geknüpft hatte, es überhaupt noch zeitgemäß sei, einen Service-Club zu gründen, der sich soziales Engagement auf privater Basis unter dem
Lions-Motto „We serve“ auf seine Fahnen geschrieben hatte.
Aber schon damals kam er in seinem Vortrag zu dem Ergebnis, dass neben dem staatlichen Netz sowohl im Ausland wie im Inland und auch vor Ort
ein gehöriger Bedarf an privatem Engagement besteht, weil gerade eine Gruppe, die sich regional engagiert, soziale Not dort viel eher erkennt und direkter eingreifen kann. Wir haben uns in der Anfangszeit etwas
schwer getan, die versteckte Armut vor Ort aufzuspüren und einen erheblichen Teil unserer Engagements auf das Ausland verlegt - wie z.B. die Unterstützung der Ärzte in der Dritten Welt, aber besonders unser
Großprojekt, das Altenheim in Crasna in Rumänien.
Inzwischen müssen wir erkennen, dass der Bedarf an Hilfe auch hier vor Ort stets gewachsen ist und wir allen Erforder- nissen gar nicht
mehr in vollem Umfang nachkommen können.
Mit Zufriedenheit, ein wenig Stolz und voller Dankbarkeit an alle, die in der 20jährigen Clubgeschichte uns immer wieder bei der Umsetzung
unserer Projekte unterstützt haben, blicken wir zurück. Mehr als 400.000,00 EUR haben wir aus dem Club in dieser Zeit für unsere Aktivities augewendet. Dazu kommen zahlreiche persönliche Einsätze, die nicht in Geld
zu bewerten sind. Außerdem haben wir immer wieder andere gefunden, die sich finanziell an unseren Projekten beteiligt haben, so dass die eben genannte Zahl um ein vielfaches übertroffen wurde.
Es wurde für unsere Möglichkeiten viel erreicht.
Doch ein Jubiläum soll nicht nur Rückschau sein, sondern es sollte unseren Blick auch nach vorne lenken. Wie wir feststellen, sind für viele
Menschen auch in unserem regionalen Bereich die Zeiten schwerer geworden und die soziale Not größer. Immer mehr fallen durch das soziale Netz der öffentlichen Institutionen und die Aufgaben für private Initiativen
wachsen. Auch unserem Lions-Club stehen für die
Zukunft eher größere Aufgaben bevor. Um sie auch weiterhin meistern zu können, bedarf es auch für die Zukunft eines Kreises von Mitgliedern, die sich - wie bisher - als Team verstehen, um dem Gemeinwohl - aus der
freundschaftlichen Verbundenheit untereinander - in hervorragender Weise zu dienen.
Dabei ist für die Zukunft dringend erforderlich, dass der Club, der jetzt seit fast einer Generation besteht, die Arbeit zum Teil auf jüngere
Schultern legt, um das erforderliche Engagement der Vergangenheit auch in der Zukunft uneingeschränkt fortzusetzen. Dazu ist es unsere Aufgabe, neue jüngere Mitglieder zu gewinnen, die sich mit uns auch in der
Zukunft unseren sich aus dem Wort „LIONS“ ergebenen Verpflichtungen von „Liberty“, „Intelligence“ und „Ouer Nations Safety“ oder kürzer: „We serve“ gerecht werden wollen.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche allen einen vergnüglichen Abend.
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